
Hauptpersonen: das Mathematikgenie Gauß und der Gelehrte und Naturforscher Alexander Humboldt, Giganten unserer abendländischen Bildungsgeschichte des 19. Jh. Kann man mit diesen einen Roman gestalten? Ja, man kann! Gauß ist fasziniert von der Welt der Zahlen und Homboldt bereist die Welt, beide "vermessen" also ihre Welt. Für die Wissenschaftsinteressierten ein Pflichtroman; damit aber nicht genug: der Autor hat nicht einfach zwei Biographien verfasst, sondern diese beiden Genies in ihrer ganzen Verschrobenheit und Exaltiertheit, mit ihren psychischen und körperlichen "Defekten" dargestellt. Gauß quält als ungehobelter Tyrann ohne jeglichen Charme seine Mitmenschen. Der Naturforscher Alexander Humboldt erschrickt beim Anblick nackter Frauen, weil er schwul und für leibliche Genüsse generell unzugänglich ist und Erfahrung nur in Form von Erfahrung zulässt. Für mich interessant und neu: Humboldt bestieg mit seinem Gefährten 1802 (!!) den Chimborazo in Südamerika (6310 M!) - mit dem damaligen Schuhwerk und der unzulänglichen Bekleidung.

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